13.02.2012, 16:43 Uhr | dapd
Die Mehrheit der Baden-Württemberger wünscht sich die in den 70er Jahren abgeschafften Nummernschilder an ihrem Auto zurück. Nach einer am Montag veröffentlichen Umfrage der Hochschule Heilbronn sprachen sich mehr als 70 Prozent der befragten Personen für eine Wiedereinführung der früheren Kennzeichen aus. Nur 15,8 Prozent wollen demnach das derzeitige Kreisschild an ihrem Wagen behalten.
Die Hochschule hatte in den vergangenen zwei Jahren 2.000 Menschen in zehn Städten Baden-Württembergs zur Kennzeichenliberalisierung befragt. Bundesweit machten bei der Umfrage mehr als 30.000 Personen in 144 Städten mit. Bis 1. April sollen die Landkreise nach einer Lockerung der Zulassungsverordnung entscheiden, welche Schilder sie wieder einführen wollen.
Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jochen Haußmann, begrüßte das Ergebnis der Umfrage. Die "wohlvertrauten" Stadtkennzeichen stifteten regionale Identität und Verwurzelung. Darüber hinaus müsse es seiner Ansicht nach in Zukunft möglich sein, bei einem Umzug das alte Kfz-Kennzeichen zu behalten. Weitere Formalitäten müssten im Auftrag des Bürgers von der Meldebehörde erledigt werden. Das spare "unnötige Behördengänge und Kosten".
Bundesweit haben sich schon 200 Städte für das eigene Kennzeichen ausgesprochen.
dapd
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