11.03.2011, 12:52 Uhr | dapd
Hamburg (dapd). Der Prozess wegen Anstiftung zur Falschaussage gegen "Deutschland sucht den Superstar"-Gewinner Mehrzad Marashi geht in die zweite Runde. Die Berufungsverhandlung beginne am Montag vor der Kleinen Strafkammer 2 des Landgerichts Hamburg, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Wilhelm Möllers, am Freitag in der Hansestadt. Der angeklagte 30-jährige Musiker soll in der Zeit von September 2009 bis März 2010 in einem gegen ihn geführten Ermittlungs- und Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis einen befreundeten Zeugen zu einer Falschaussage angestiftet haben.
Sowohl gegenüber einem Polizisten als auch vor dem Amtsgericht Hamburg-Barmbek bekundete der Freund, dass er der Fahrer eines Autos im Juli 2009 gewesen sei und nicht Marashi. Trotz dieser Falschaussage wurde Marashi wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe von 2.400 Euro verurteilt. Zudem wurde der 30-Jährige im November 2010 wegen Anstiftung einer Falschaussage zu einer Geldstrafe von 9.000 Euro verurteilt.
Gegen dieses Urteil legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein. Die Anklagebehörde strebe eine höhere Verurteilung an, sagte Möllers auf dapd-Anfrage. Wegen Anstiftung einer Falschaussage droht Marashi eine Freiheitsstrafe zwischen drei Monaten und fünf Jahren.
Der gebürtige Iraner aus Hamburg hatte im April 2010 das Finale der siebten Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" ("DSDS") gewonnen. Seine erste Single, "Don't Believe", erreichte in der Folge Platz eins der Charts. Im August wurde seine Tournee komplett abgesagt. Als Grund nannte der Konzertveranstalter damals den "nicht zufriedenstellenden Ticketverkauf für die anvisierten Hallengrößen".
dapd
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