25.05.2011, 11:22 Uhr | dapd
München (dapd-bay). Angesichts des am Dienstag vorgestellten Abschlussberichts der Beauftragten zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, Christine Bergmann, hat Bayerns Justizministerin Beate Merk ihre Forderung nach einer Verlängerung der Verjährungsfristen bekräftigt. "Der Weg zu den Gerichten muss länger offenstehen", sagte Merk in München. Die Verjährungsfristen für sexuellen Missbrauch müssten im Zivil- und im Strafrecht verlängert werden.
Wer als Kind sexuellen Missbrauch erleben müsse, benötige viel Zeit zur Verarbeitung, betonte die Ministerin. Viele Betroffenen trügen die Entscheidung für oder gegen eine Anzeige jahrelang mit sich herum. Die bisherigen Verjährungsfristen missachten ihrer Ansicht nach "diese besondere Not der Opfer".
Gleichzeitig lobte Merk Bergmann für ihre Arbeit. Sie liefere "ein wichtiges Fundament für die weitere Arbeit am Runden Tisch der Bundesregierung". Für die geleistete Arbeit gebühre ihr großer Respekt.
dapd
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