14.02.2012, 11:58 Uhr | dapd
Der Mieterbund Baden-Württemberg hat den Verkauf der LBBW-Wohnungen an das Augsburger Immobilienunternehmen Patrizia scharf kritisiert. Der Mieterschutz sei "dem Profitinteresse der Bank geopfert" worden, erklärte der Landesvorsitzende des Mieterbundes, Rolf Gaßmann, am Dienstag in Stuttgart. Die Patrizia AG habe kein Interesse an einer nachhaltigen Entwicklung des Wohnungsbestands. Sie werbe damit, dass aufgekaufte Wohnungsbestände vollständig privatisiert würden. Die 60.000 Bewohner von LBBW-Wohnungen müssten nun Angst vor Eigenbedarfskündigungen, "saftigen Mietsteigerungen" und der Umwandlung in Eigentumswohnungen haben.
Der Verkauf der Immobilien war Teil einer Auflage der EU im Gegenzug für die Genehmigung von Milliardenhilfen für die LBBW durch die Anteilseigner nach der Wirtschaftskrise 2008.
dapd
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