31.05.2011, 11:57 Uhr | dapd
(dapd-bay). Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner isst trotz der grassierenden EHEC-Infektionen weiterhin Gurken - aus heimischem Anbau. Angst habe er dabei keine, sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse". "Bisher gibt es keinerlei Anhaltspunkte, dass bayerische Produkte betroffen wären."
Zwar könne derzeit niemand eine Garantie abgeben, weil unklar sei, woher der Erreger komme. Deshalb müsse jeder für sich selbst entscheiden, ob er Gemüse esse oder nicht. "Ich persönlich bin aber überzeugt, dass die Verbraucher den Produkten aus regionalem Anbau zu Recht mehr vertrauen", betonte Brunner. Denn je näher der Anbau gelegen sei und Lebensmittel produziert würden, desto nachvollziehbarer seien die Produktionsbedingungen.
Für die bayerischen Gemüsebauern fürchtet der Minister im Einzelfall erhebliche Schäden. "Weil die Produkte im Moment nur bedingt zu vermarkten sind, bleiben die Bauern darauf sitzen." Das sei äußerst bedauerlich, aber die Gesundheit der Menschen habe selbstverständlich Vorrang. "Ich hoffe, dass wir rechtzeitig feststellen, woher der Erreger kommt, um so den Schaden so begrenzt wie möglich zu halten."
dapd
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