17.01.2011, 15:14 Uhr | DAPD
Oldenburg (dapd). Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) hat das niedersächsische Krisenmanagement im Dioxin-Skandal gewürdigt. "Niedersachsen hat vieles richtig gemacht, die Betriebe gesperrt und erst wieder freigegeben, als kein Verdacht mehr bestand", sagte Aigner am Freitagabend in Oldenburg. Dort besuchte die Ministerin das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), um sich ein Bild von der Untersuchung der mutmaßlich mit Dioxin belasteten Eier- und Fleischproben zu machen.
Kein Verständnis brachte Aigner für die Kritik der Opposition an ihrem Zehn-Punkte-Plan zum besseren Verbraucherschutz in der Futtermittelkette auf. "Die SPD-geführten Länder müssen entscheiden, ob sie Verbraucherschutz wollen oder Wahlkampf machen wollen", sagte die Ministerin. Ihr Ministerium habe frühzeitig reagiert. Fehler im Verfahren habe es nicht gegeben. Lediglich die Kommunikation hätte besser laufen können, sagte Aigner.
Am Nachmittag hatte sich die Ministerin mit betroffenen Landwirten auf einem Hof im Raum Soltau (Niedersachsen) getroffen. Der Zorn der Landwirte sei groß gewesen, sagte ein Ministeriumssprecher. Dieser Zorn habe sich aber nicht gegen die Ministerin gerichtet, sondern gegen den Verursacher des Dioxin-Skandals. Problematisch sei nach Auskunft der Bauern nicht die Sperrung ihrer Höfe gewesen, sondern der Preisverfall ihrer Produkte und die Kaufzurückhaltung der Verbraucher.
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