15.02.2012, 08:50 Uhr | dapd
Im Prozess gegen den mutmaßlichen dreifachen Kindesmörder Martin N. wird am Mittwoch (10.15 Uhr) vor dem Landgericht Stade möglicherweise das Plädoyer der Verteidigung gehalten. Zunächst muss das Gericht über einen Antrag der Verteidigung entscheiden, erneut Polizeibeamte als Zeugen zu befragen. Die Verteidiger wollen damit nach Angaben einer Gerichtssprecherin die Umstände klären, unter denen das Geständnis des Angeklagten zu standen gekommen war.
Sollte das Gericht den Antrag ablehnen, ist der Weg für das letzte Plädoyer frei. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe sowie die Anordnung der Sicherungsverwahrung für Martin N. gefordert. Die Nebenkläger hatten sich dieser Forderung am Montag weitestgehend angeschlossen. Dem auch als "Maskenmann" bekannt gewordenen 41-jährigen Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft vor, in Schullandheime, Häuser und Zeltlager eingedrungen zu sein, um Jungen zu missbrauchen. Drei seiner Opfer soll er ermordet haben.
dapd
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