01.12.2010, 15:50 Uhr | DAPD
Halberstadt (dapd-lsa). Die Polizeireviere der drei Anrainerbundesländer des Harzes wollen auch 2011 gemeinsam gegen rücksichtslose Motorradfahrer vorgehen. Nach Niedersachsen leitete das Polizeirevier Harz in Sachsen-Anhalt in diesem Jahr die verstärkte Kontroll- und Aufklärungsaktion. Nunmehr übernimmt die Thüringer Polizeidirektion Nordhausen diese Arbeit. Hauptproblem seien die von weither angereisten Motorradfahrer aus dem Flachland, die vor allem die Gefahren der oft nassen Kurven im Harz unterschätzten, sagte der Harzer Revierleiter Guido Sunnemann am Dienstag in Halberstadt. Schwerpunkt sei der Kyffhäuser, wo es auf 4,5 Kilometern Straße 36 Kurven gibt.
Im gesamten Harz wurden in dieser Saison 325 Motorradunfälle mit 223 Verletzten registriert. Während diese Zahlen den Vorjahreswerten entsprachen, halbierte sich die Zahl der Todesfälle von 14 auf 7. Die meisten Verkehrsunfälle werden von Motorradfahrern im Alter zwischen 40 und 50 Jahren verursacht. 57 Prozent der Unfallverursacher stammen nicht aus dem Harz.
Zur Vermeidung von schweren Verletzungen wurden inzwischen auf den Bundesstraßen B 27, B 81 und B 244 auf insgesamt mehr als elf Kilometern kurvenreicher Strecke ein zusätzlicher Unterfahrschutz für die Leitplanken eingebaut, sagte Sunnemann. Die Polizei will auch im kommenden Jahr über mögliche Gefahren aufklären und vor allem an den Wochenende die Geschwindigkeit kontrollieren.
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