16.03.2011, 15:56 Uhr | dapd
Wetzlar (dapd-hes). Der Naturschutzbund Hessen (NABU) fordert ein Konzept zum Schutz der zurückgekehrten Luchse und Wölfe. Diese Chance der Ansiedlung ehemals ausgerotteter Wildtiere müsse unbedingt genutzt werden, sagte NABU-Biologe Mark Harthun am Mittwoch in Wetzlar. Dazu müsse das Unfallrisiko für die Wildtiere bei ihren Wanderungen vor allem an den hessischen Autobahnen reduziert werden.
Anfang des Jahres war ein Wolf auf der A 45 bei Gießen von einem Auto angefahren worden. Dieses Beispiel zeige, dass ein umfassendes hessisches Schutzkonzept für die Wiedereingliederung von Luchs und Wolf erstellt werden müsse. Als Lösung bevorzugen die Naturschützer grüne Brücken. Diese ähneln Fußgängerbrücken über Autobahnen. Allerdings werden sie mit Büschen und Gräsern bepflanzt, damit Wildtiere sie zur Überquerung nutzen.
Seit 2005 streifen laut NABU wieder regelmäßig Luchse durch die hessischen Wälder. Vor vier Jahren wurde auch erstmals wieder ein Wolf in Hessen gesichtet.
dapd
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