20.12.2010, 14:38 Uhr | DAPD
Neumünster (dapd-nrd). Der Naturschutzbund (NABU) in Schleswig-Holstein hat einen nach seiner Ansicht übermäßigen Salzeinsatz auf den Straßen im Land kritisiert. Manche Straßen würden derzeit nahezu mit Salz "gepökelt", sagte ein Sprecher des NABU am Montag in Neumünster und warnte vor den Umweltgefahren des "ungehemmten Salzstreuens".
Oftmals werde der Schnee gar nicht mehr weggeschoben, sondern gleich mit Salz zum Schmelzen gebracht, kritisierten die Umweltschützer. Bereits in den vergangenen Jahren sei es deswegen zum Absterben von unzähligen Straßenbäumen gekommen. Alleen werde es wohl bald nicht mehr geben, wenn der "massive Salzeinsatz" so fortgeführt werde.
Nach Auffassung des NABU sollten Autofahrer und Fußgänger wieder lernen, sich auf Schnee und Eis einzustellen. Straßenmeistereien und Kommunen sollten nur an ausgewiesenen Gefahrenpunkten Salz verwenden. "Salz gehört auf's Ei - nicht auf die Straße", so der Sprecher.
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