10.11.2010, 14:00 Uhr | DAPD
Düsseldorf (dapd-nrw). Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) setzt sich für die Schaffung eines zweiten nordrhein-westfälischen Nationalparks in der Region Ostwestfalen-Lippe ein. Wie der NABU-Landesverband NRW am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte, haben naturbelassene Wälder eine wichtige Bedeutung für den Klimaschutz.
Wälder ohne forstliche Eingriffe reicherten über Jahrhunderte hinweg Kohlenstoff in oberirdischer Biomasse und im Waldboden an und entlasteten damit das Klima, sagte Josef Tumbrinck, Vorsitzender NRW-Landesverbandes. "Dagegen setzt die häufig unmittelbare energetische Verwertung geernteten Holzes gebundenes CO2 sofort wieder frei", sagte Tumbrinck an die Adresse des Waldbauernverbands sowie der Forst- und Holzwirtschaft.
Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) hatte angekündigt, die Planungen für einen zweiten Nationalpark in NRW vorantreiben zu wollen. Vorausgegangen war die Ankündigung der britischen Armee im Oktober, bis zum Jahr 2020 ihre Standorte in Deutschland zu schließen. Remmel sprach sich für eine solche Schutzzone in Ostwestfalen-Lippe auf dem Truppenübungsplatz Senne aus. Über die Errichtung des Nationalparks wird Remmels Angaben zufolge bereits seit 1991 diskutiert. Als bislang einziger Nationalpark in NRW ist die Eifel ausgewiesen.
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