12.04.2011, 15:09 Uhr | dapd
Wangen (dapd-lsa). 20 Jahre nach der Entdeckung der berühmten Mumie Ötzi in den Ötztaler Alpen widmet das Besucherzentrum "Arche Nebra" bei Wangen im Burgenlandkreis dem Mann aus dem Eis eine Sonderausstellung. Ab Donnerstag (14. April) ist sie unter dem Titel "Ötzi - Tod im Eis" zu sehen, wie die Leiterin des Besucherzentrums Bettina Paff am Dienstag bei der Präsentation der Schau sagte.
Die Ausstellung, die fiktiv die letzten 33 Stunden des etwa 46 Jahre alten Mannes beleuchte, entstand in Kooperation mit dem Neanderthal Museum Mettmann und der Zeitschrift "Geo".
Die Mumie war am 19. September 1991 von einem Nürnberger Ehepaar bei einer Wanderung in den Südtiroler Alpen in 3.200 Meter Hohe im Eis entdeckt worden. Seither wird über den Tod des Mannes vor etwa 5.300 Jahren spekuliert. Viele Indizien sprächen für einen prähistorischen Kriminalfall, sagte Ausstellungsmacher Karol Schauer.
Schauer hat unter anderem für das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle, in der die 3.600 Jahre alte bronzene Himmelsscheibe von Nebra zu sehen ist, mehrere Ausstellungen gestaltet. In "Ötzi - Tod im Eis" sind unter anderem die lebensgroße Nachbildung von Ötzi und als Leihgaben Beil sowie Pfeile und Bogen des Mannes zu sehen.
Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober zu sehen. Das Besucherzentrum unweit des Mittelberges, auf dem die Himmelsscheibe entdeckt worden war, ist täglich von 10.00 bis 18.00 geöffnet. Der Eintritt in die "Arche Nebra" mit Sonderpräsentation kostet 9 Euro, ermäßigt 5,50 Euro.
dapd
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