18.03.2011, 08:29 Uhr | dapd
Hohnstein (dapd-lsc). In der Sächsischen Schweiz soll weiterhin Artenschutz mit Tourismus verbunden werden. Der Nationalpark solle sich weitgehend ungestört und ohne steuernde Eingriffe des Menschen entwickeln, sagte Umweltminister Frank Kupfer (CDU) am Donnerstag bei einem Besuch des Gebietes. Auf 54 Prozent der Fläche könnten die Wälder über die sonst üblichen Maßstäbe hinaus alt werden und dürften sich wieder selbst verjüngen.
Auf den anderen Flächen des Nationalparks sind Kupfer zufolge in den nächsten Jahren Aktionen für eine natürliche Waldentwicklung erforderlich. Mit ihnen solle unter anderem die in Sachsen vom Aussterben bedrohte Weißtanne geschützt werden. Auch für Wanderfalke, Schwarzstorch oder Gelbes Veilchen gebe es entsprechende Pläne.
Daneben sei das 400 Kilometer lange Wandernetz im Nationalpark wichtig für den Tourismus. Er trage einer Studie zufolge in hohem Maße zur Entwicklung der Region bei. Auch deshalb müsse die natürliche Entwicklung des Schutzgebietes weiter gewährleistet werden, sagte Kupfer.
dapd
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