19.07.2011, 09:50 Uhr | dapd
Altenburg (dapd-lth). Der neue Generalintendant des Theaters Altenburg-Gera will trotz der angespannten Finanzlage des Hauses künstlerische Impulse setzen. Der derzeitige "Konsolidierungsspielplan" mit zahlreichen Kassenschlagern sei wegen der finanziellen Notlage zwar verständlich, aber keine dauerhafte Lösung, sagte Kay Kuntze am Montag in Altenburg. Kunst dürfe "nicht nur die Grundbedürfnisse befriedigen", sondern müsse auch risikofreudig sein und provozieren.
Der 45-jährige Berliner unterschrieb am Montag einen Fünfjahresvertrag. Der langjährige künstlerische Leiter der Berliner Kammeroper löst zum 1. August Matthias Oldag ab, der nach fünfjähriger Amtszeit im Februar seinen Rückzug angekündigt hatte.
Über die genaue Ausrichtung einzelner Sparten wolle er erst nach Gesprächen mit den künstlerischen Leitern entscheiden, sagte Kuntze. Derzeit befinde er sich noch "in der Analysephase". Dem Theater bescheinigte Kuntze "gute Werkstätten, ein tolles Ensemble und ein hervorragendes Orchester". An der Berliner Kammeroper werde er auch in der kommenden Spielzeit noch teilweise tätig sein.
Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) sagte, Kuntze sei die "allererste Wahl" der Findungskommission gewesen. Von den 38 Bewerbern seien acht in die engere Auswahl gekommen. Am Ende hätten die Vertreter der Städte Gera und Altenburg, des Landkreises Altenburg sowie des Freistaats einmütig für den 45-Jährigen gestimmt.
dapd
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