11.05.2011, 17:41 Uhr | dapd
Passau (dapd-bay). Die niederbayerische Donauregion soll nach dem Willen von Naturschützern und Heimatpflegern zum Unesco-Welterbe ernannt werden. "Wir wollen eine Anerkennung als Weltkultur- und -naturerbe", sagte am Mittwoch das Landesvorstandsmitglied des Bunds Naturschutz (BN) in Bayern, Dieter Scherf, und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Passauer Neuen Presse".
Scherf betonte, den Naturschützern gehe es bei der Welterbe-Initiative nicht vordringlich darum, ein neues Instrument im Kampf gegen den geplanten Ausbau der niederbayerischen Donau in die Hand zu bekommen. "Der Welterbestatus bedeutet nicht, dass keine weitere Entwicklung mehr möglich ist", sagte der BN-Funktionär.
Die Welterbe-Bewerbung wird neben dem BN auch vom Bayerischen Landesverein für Heimatpflege und vom Verband bayerischer Geschichtsvereine unterstützt. In der Region zwischen Regensburg und Passau gebe es eine gewaltige Dichte an Kulturdenkmälern und außergewöhnliche Naturräume, sagte Scherf zur Begründung.
In der Diskussion ist eine Welterbe-Bewerbung bereits seit 2005. Jetzt solle die Initiative mit Nachdruck verfolgt werden, sagte Scherf. Vorbild ist dabei die österreichische Wachau. Diese Kulturlandschaft wurde im Jahr 2000 von der Unesco als Weltkultur- und -naturerbe anerkannt.
dapd
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