06.02.2012, 14:52 Uhr
Als erstes Bundesland setzt Niedersachsen auf den landesweiten Einsatz des sozialen Netzwerks Facebook zu Fahndungszwecken. Innenminister Uwe Schünemann (CDU) verwies zur Begründung am Montag auf eine ganze Reihe von Erfolgen in der Probephase beim Einsatz durch die Polizeidirektion Hannover: "Eine modern aufgestellte und für die Zukunft ausgerichtete Polizei kann und darf sich den sozialen Netzwerken nicht entziehen", sagte der CDU-Politiker.
Nachdem sowohl der niedersächsische Datenschutzbeauftragte als auch das Justizministerium in Hannover Bedenken erhoben hatten, war die Facebook-Fahndung im Januar vorübergehend eingestellt worden. Künftig sollen laut Schünemann die konkreten Fahndungsaufrufe nicht mehr auf Facebook gespeichert werden. Stattdessen sollen interessierte Facebook-Nutzer auf Polizeiserver geleitet werden.
Damit entfällt nach Einschätzung von Schünemann der zentrale Vorwurf, dass Fahndungsaufrufe als hoheitliche Aufgabe nicht auf Rechnern anderer Staaten gespeichert werden dürfen. Bislang griffen die Nutzer von Facebook auf Server zu, die in den USA stehen. In Zukunft werden die Polizeidirektionen und Inspektionen eigene Facebook-Auftritte gestalten; konkrete Fahndungsaufrufe aber werden vom Landeskriminalamt (LKA) betreut und ins Netz gestellt.
In Hannover hatte die Facebook-Fahndung laut Schünemann in der einjährigen Probephase zu acht Erfolgen geführt, darunter bei einem Sexualverbrechen und bei der Suche nach einem verschwundenen Kind. "Ich habe mich deshalb entschlossen, den Weg der Nutzung des web 2. 0 und hier speziell des sozialen Netzwerkes Facebook zur Unterstützung der Maßnahmen der Öffentlichkeitsfahndung weiterzugehen", sagte der Minister.
Der Facebook-Auftritt der Polizeidirektion Hannover hat inzwischen annähernd 100.000 Fans. 69 Prozent der Nutzer sind laut Schünemann zwischen 18 und 34 Jahren alt. Diese Gruppe sei durch die klassische Fahndung über Tageszeitungen kaum noch zu erreichen. Schünemann äußerte die Erwartung, dass die Innenministerkonferenz bei der Facebook-Fahndung dem niedersächsischen Vorbild folgen werde.
Quelle: AFP
Zeitzeuge schrieb:
am 6. Februar 2012 um 17:19:38
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Facebook-Fahndung
Die Nutzung des Facebook zur Fahndung ist gefählich. Damit wird Denunzianten Tür und Tor geöffnet. Ich wünsche der Polizei dabei viel Spass.
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Gudrun schrieb:
am 6. Februar 2012 um 16:20:56
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Fahndung bei Facebook
Ich wäre auch dafür und dann bitte mit Foto und genauer Beschreibung, damit man weiss vor wem man sich in acht nehmen muss.
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Seebaer schrieb:
am 6. Februar 2012 um 15:24:48
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Endlich
Gut das es weiter geht. Sollte bundesweit sofort eingeführt werden. Als nächstes dann richtige Strafen für Straftäter und keine
Knuddelverhätschelung. Polizist dumm anpöpeln = 1 Jahr Knast. Das Leben des ehrlichen Bürgers ist, leider zur Zeit , immer lebensgefährlicher geworden.
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