25.05.2011, 14:32 Uhr | dapd
Hamburg (dapd-nrd). Nach sechs Jahren Planungs- und Bauzeit ist am Mittwoch der neue Modellflughafen in der Hamburger Modelleisenbahn-Anlage "Miniatur Wunderland" eröffnet worden. "Die Anlage ist sensationell, ich habe so was im ganzen Leben noch nicht gesehen", sagte ehemalige Formel-1-Pilot und Luftfahrtunternehmer Niki Lauda, der den "Knuffingen Airport" zusammen mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) eröffnete. Besonders faszinierend sei die Liebe zum Detail, sagte Lauda.
Mehr als 150.000 Arbeitsstunden und rund 3,5 Millionen Euro sind nach Angaben der Betreiber in das Projekt geflossen. Dabei werden bis zu 40 Flugzeuge von einem eigens entwickelten Start- und Landesystem in die Luft und wieder sicher auf den Boden befördert. Per Satellitentechnik fahren sie selbstständig über das Rollfeld. Auf der 125 Quadratmeter großen Fläche ist zudem der Hamburg Airport originalgetreu nachgebaut worden.
"Die größte Herausforderung unseres Flughafens war die Alleinstellung", sagte Gründer und Geschäftsführer Gerrit Braun. "Es gibt nirgends auf der Welt etwas Vergleichbares, von dem wir hätten lernen können." Alles sei selbst entwickelt worden, von der Steuerung eines kleinen Cateringfahrzeuges bis hin zum Satellitensystem zur Steuerung der bis zu 40 Flieger und 90 Fahrzeuge. Der Weg sei steinig gewesen, weshalb sich die Eröffnung immer wieder verschoben habe, sagte Braun weiter.
Ein einzelnes Flugzeugmodell koste zwischen 9.000 und 30.000 Euro, erklärte Sebastian Drechsler, der im "Miniatur Wunderland" für Presse um Marketing zuständig ist. Im Hintergrund seien passend zu jedem Flugzeugtyp die original Turbinengeräusche zu hören. Je nach Windrichtung werde zudem eine andere Start- und Landebahn angesteuert.
Im "Miniatur Wunderland" ist nach eigenen Angaben die weltweit größte Modelleisenbahnanlage im Format H0. Seit der Eröffnung in einem ehemaligen Lagerhaus in der Speicherstadt im Jahr 2001 haben den Angaben zufolge knapp acht Millionen Menschen die Ausstellung besucht. Als nächste Projekte sollen laut Drechsler Modelllandschaften von Italien, Frankreich und England als Mutterland der Eisenbahn entstehen. In den kommenden zehn Jahren soll sich die Ausstellungsfläche von derzeit 6.400 Quadratmetern, wovon 1.300 Quadratmeter Modellfläche sind, zudem verdoppeln.
dapd
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