22.02.2011, 13:39 Uhr | dapd
Düsseldorf (dapd-nrw). NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel fordert vom Bund eine konsequente Umsetzung des Aktionsplans gegen Dioxin in Lebensmitteln. Bundesministerin Ilse Aigner (CSU) müsse "Aufweichungen" der vereinbarten Vorschriften verhindern, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Düsseldorf. Remmel mahnte die strikte Trennung der Produktströme sowie eine Zulassungspflicht für Futtermittelbetriebe an.
Nordrhein-Westfalen werde darauf achten, dass Aigner die Verbraucher nicht nur verbal schütze, sagte Remmel. "Wir sind angetreten, um den Kampf gegen Gift im Essen zu gewinnen", erklärte er.
Insgesamt mussten den Angaben zufolge in NRW 268 landwirtschaftliche Betriebe in zwölf Kreisen wegen des Verdachts auf dioxinbelastetes Futtermittel zwischenzeitlich gesperrt werden. Der finanzielle Schaden, etwa durch die Vernichtung von Eiern sowie durch Untersuchungen, geht in die Millionenhöhe. "Alle dioxinbelasten Lebensmittel sind aus dem Verkehr", sagte Remmel. Vor Ende Dezember 2010 könne es aber dazu gekommen sein, dass belastete Produkte von Verbrauchern verzehrt worden seien.
NRW hatte kurz vor Weihnachten als erstes Bundesland reagiert, nachdem mit Dioxin belastete Futtermittel an landwirtschaftliche Betriebe in mehreren Bundesländern geliefert worden war. Dioxin kann Krebs auslösen. Im Januar hatten sich Bund und Länder auf einen Aktionsplan geeinigt.
dapd
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