14.02.2012, 15:43 Uhr | dapd
Gegen den Missbrauch von Werkverträgen zulasten von Arbeitnehmern will NRW mit einer Bundesratsinitiative vorgehen. Es mehrten sich Meldungen über rechtswidrige Werkverträge vor allem im Einzelhandel, auf dem Bau oder in Logistikzentren, teilte Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) am Dienstag mit. Das rot-grüne Kabinett beschloss deshalb eine Initiative, um das Problem im Bundesrat anzugehen.
Allein im Einzelhandel sollen nach Angaben der Landesregierung bereits 50.000 Arbeitnehmer nicht mehr regulär, sondern nur noch per Werkvertrag beschäftigt sein. Das seien oft Schein-Werkverträge mit um bis 30 Prozent geringeren Löhnen, kritisierte Schneider. NRW wolle deshalb mehr Kontrollen in den Unternehmen und zusätzliche Einflussmöglichkeiten für Betriebsräte.
Mit Werkverträgen kaufen Firmen eine bestimmte Leistung ein.
dapd
onko schrieb:
am 14. Februar 2012 um 18:06:33
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Scheinwerkverträge
Endlich ein verantwortlicher Politiker, der die Initiative aufbringt und den Mut hat, den unwürdigen Machenschaften mit
den Werkverträgen einen Riegel vorzuschieben. Aus Profitgier sind den Unternehmen offensichtlich alle Mittel (Zeitverträge, Werkvertäge, Leiharbeiter, Hospitanten usw) recht, um die Löhne zu drücken. Wir alle sollten bei den nächsten Wahlen berücksichtigen, wer was zu verantworten hat.
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