13.02.2012, 15:43 Uhr | dapd
Der ADAC will den Nürburgring trotz der wirtschaftlichen Turbulenzen weiter für Veranstaltungen nutzen. Der Club wolle auch künftig Impulse in der Eifel beim Thema Motorsport setzen, sagte der für die Verträge mit dem Nürburgring zuständige ADAC-Vertreter Henning Meyersrenken am Montag der Nachrichtenagentur dapd. Der Trennung des Landes von der Nürburgring Automotive GmbH (NAG) in der vergangenen Woche habe zudem keinen Einfluss auf bereits terminierte Veranstaltungen.
"Der ADAC ist da in einer komfortablen Situation", sagte Meyersrenken. Er habe sich eine Patronatserklärung des Landes geben lassen, sodass die Abmachungen auch dann gelten, wenn die Betreiber wechseln.
Allerdings bleibe auch der Automobilclub von den aktuellen Entwicklungen nicht unberührt. Eigentlich müssten zurzeit die neuen Veranstaltungen für die kommenden zwei Jahre verhandelt werden. "Das sind wir etwas in Zeitverzug. Ich warte aber lieber, bis sich der Gefechtsnebel etwas gelichtet hat", sagte Meyersrenken. In der ersten Hälfte des Jahres sollte das aber dennoch über die Bühne gehen.
Spekulationen, dass der ADAC selbst Interesse an der Übernahme des Betriebs am Nürburgring habe, wies Anwalt Meyersrenken zurück: "Der ADAC ist nicht dafür da, Rennstrecken zu betreiben", sagte er.
Der ADAC veranstaltet auf den Nürburgring unter anderem das 24-Stunden-Rennen und den Truck-Grandprix. Das Land Rheinland-Pfalz hatte sich vergangenen Woche von der NAG als privaten Betreiber des Nürburgrings getrennt und das unter anderem mit ausstehenden Pachtzahlungen begründet. Das Unternehmen kündigte dagegen juristische Schritte an.
dapd
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