28.03.2011, 08:55 Uhr | dapd
Göppingen (dapd). Zwei Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat der Grünen-Bundesvorsitzende Cem Özdemir noch einmal für einen politischen Wechsel zu einer Regierung unter Führung der Grünen geworben. Baden-Württemberg brauche eine Abkehr vom Atomenergie-freundlichen Kurs von Schwarz-Gelb, sagte Özdemir am Freitagabend in Göppingen. Seine Partei müsse im Gegensatz zu Union und FDP wegen der Reaktorkatastrophe in Japan keinen offensichtlich wahltaktisch motivierten Kurswechsel verkünden, betonte Özdemir vor und 300 Zuhörern auf dem Marktplatz. Seine Partei sei immer gegen Atomkraftwerke gewesen. "Der Atomausstieg steht in der Gründungsurkunde der Grünen", sagte Özdemir.
Der Grünen-Politiker versicherte zudem, dass die Grünen im Falle einer Regierungsübernahme keinen wirtschaftsfeindlichen Kurs fahren wollten. Vielmehr wolle man gemeinsam mit den Unternehmen den Umbau zu einer ökologischeren und sozial gerechteren Gesellschaft voranbringen, versprach der Grünen-Politiker.
Zugleich trat er nochmals Spekulationen entgegen, dass er selber anstatt des Grünen-Spitzenkandidaten Winfried Kretschmann im Falle eines grün-roten Wahlsieges das Amt des Ministerpräsidenten antreten wolle. "Bei uns wählt man Kretschmann und kriegt man Kretschmann", sagte Özdemir.
Darüberhinaus betonte Özdemir, dass die Grünen sich für eine bessere Bildung für alle Kinder einsetzen würden, unabhängig von der ethnischen Herkunft oder sozialen Schicht ihrer Familien. "Alle Kinder sind gleich viel wert", sagte der Grünen-Bundesvorsitzende.
dapd
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