11.02.2011, 11:56 Uhr | dapd
Hamburg (dapd-nrd). Der frühere Hamburger Bürgermeister Ole von Beust (CDU) hat vor dem Hintergrund der schlechten Umfragewerte seiner Partei seinen Rücktritt im vergangenen Jahr verteidigt. "Diese Entscheidung war damals abgesprochen und kam für die maßgeblichen Leute in der Regierung, bei CDU und Grünen, nicht überraschend", sagte der 55-Jährige am Donnerstag auf einer Veranstaltung in Hamburg, auf der er gemeinsam mit seinem Nachfolger Christoph Ahlhaus (CDU) über die Lage der CDU im Wahlkampf sprach.
"Nachher weiß man es immer besser", sagte Beust. Er habe, wie in der Politik üblich, das Ziel gehabt, seinem Nachfolger einen Amtsbonus zu verschaffen. Es sei daher stets klar gewesen, dass er lange vor Ende seiner Amtszeit zurücktreten werde. Bei seinem Rücktritt sollten es noch anderthalb Jahre bis zur nächsten Wahl sein, mit dem Bruch der Koalition habe er nie gerechnet, sagte der 55-Jährige. Das Geschehen sei "mühselig und misslich", jedoch so zum damaligen Zeitpunkt "schlichtweg nicht voraussehbar" gewesen. Die schlechten Umfragewerte schmerzten ihn "unglaublich".
Nach dem Bruch von Schwarz-Grün wählen die Hamburger am 20. Februar vorzeitig eine neue Bürgerschaft.
dapd
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