26.09.2011, 09:21 Uhr | dapd
Die katholische Kirche in Deutschland findet nach Ansicht von Papst Benedikt XVI. nur durch Umkehr und unbedingte Geschlossenheit aus der Krise. Beim Abschlussgottesdienst seiner Reise auf dem Freiburger City-Airport-Gelände kritisierte der Papst am Sonntag vor 100.000 Gläubigen "kirchliche Routiniers, die in ihr nur noch den Apparat sehen". Er betonte: "Die Erneuerung der Kirche kann letztlich nur durch die Bereitschaft zur Umkehr und durch einen erneuerten Glauben kommen."
Der Papst dankte zwar den vielen haupt- und nebenamtlichen Mitarbeitern, "ohne die das Leben in den Pfarreien und in der Kirche als ganzer nicht denkbar wäre". Er lobte auch die Kirche in Deutschland für ihre vielen sozialen und karitativen Einrichtungen. Aber Religiosität könne zur Routine werden, warnte Benedikt. Er rief Gläubige und Funktionäre dazu auf, ihre Gottesbeziehung zu hinterfragen.
Die Kirche in Deutschland werde die großen Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft bestehen und "Sauerteig in der Gesellschaft bleiben", wenn Priester, Gottgeweihte und Laien "in Treue zur jeweils spezifischen Berufung in Einheit zusammenarbeiten", sagte der Papst. Die deutsche Kirche werde für die weltweite katholische Gemeinschaft weiterhin ein Segen sein, "wenn sie treu mit den Nachfolgern des heiligen Petrus und der Apostel verbunden" bleibe und sich "auch von der Glaubensfreude der jungen Kirchen anstecken" lasse.
Benedikt XVI. rief die Gläubigen zudem zur Demut auf und ging dabei auch auf den Dialogprozess über Stärken und Schwächen der Kirche in Deutschland ein, den die Bischöfe im Sommer gestartet hatten. Die Tugend der Demut sei "das Öl, das Gesprächsprozesse fruchtbar, Zusammenarbeit möglich und Einheit herzlich macht", betonte der Papst. Christliche Existenz sei Pro-Existenz: "Dasein für den andern, demütiger Einsatz für den Nächsten und für das Gemeinwohl."
Zahlreiche Pilger hatten bereits die Nacht auf dem Flugplatzgelände verbracht, um die besten Plätze zu ergattern. Rettungskräfte versorgten erschöpfte Pilger und verteilten zahlreiche Rettungsdecken an unterkühlte Menschen. Der große Ansturm auf das Areal setzte am Morgen ein. Mit 100.000 Gläubigen war die Messe die größte Veranstaltung des viertägigen Deutschlandbesuchs des Papstes.
Am Nachmittag wollte Benedikt XVI. noch Bundesverfassungsrichtern begegnen und anschließend im Freiburger Konzerthaus eine Rede vor engagierten Katholiken aus Kirche und Gesellschaft halten. Am Abend sollte der Papst auf dem Flughafen Lahr verabschiedet werden und nach Rom zurückfliegen.
dapd
Isa schrieb:
am 25. September 2011 um 21:56:01
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Religionen
Religionen, darunter auch das Christentum, haben in der Tat großes Unheil angerichtet, aber sie haben auch viel Gutes
hervorgebracht. Wo sind z.B. das Gesundheitswesen und das Sozialwesen entstanden? In Klöstern. Nonnen und Mönche waren die ersten, die sich um Kranke und Arme aus der Bevölkerung kümmerten, ihre Wunden versorgten, ihnen Essen und Obdach gaben. Auch das Bildungswesen ist in Klöstern entstanden. Wo wären wir heute, wenn es all das nie gegeben hätte?
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Patrick schrieb:
am 25. September 2011 um 13:39:48
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Papst und Mehmed
Ja glaubt Mehmed denn wirklich er sei bessere Mensch , als diejenigen die nicht religiös sind.Wenn ich so einen Kommentar
lese sollte man eigentlich die Religion verbieten. Denn wer mit so einem religiösen Brett vor dem Kopf herumläuft, wird nie in der Lage sein neutral und klar zu denken. Ich denke, daß die Religonen (Christen wie Moslems) genug Unheil in der Welt angerichtet haben und noch tun. Also denke erst mal nach bevor du solchen Mist schreibst.
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Mehmed schrieb:
am 25. September 2011 um 12:48:29
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Muslime und Christen vereint gegen Ungläubige, die die Religion ins Lächerliche ziehen wollen.
Es gibt viele Linke und Ungläubige, die die
Religion ins Lächerliche ziehen und verstoßen damit ständig gegen das Grundgesetz Art. 4 GG: "Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet." Wir werden uns mit den Muslimen zusammen tun und die Ausübung der Religionsfreiheit gegen die ungläubigen Linken durchsetzen.
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