30.08.2011, 17:11 Uhr | dapd
Freiburg (dapd-bwb). Zum Abschluss seiner Deutschlandreise soll Papst Benedikt XVI. am 25. September einen Panoramablick über Freiburg haben. Die Pilgerschar, das Münster und die Schwarzwaldberge, so hat sich das Johannes Baumgartner, Bauverantwortlicher der Erzdiözese Freiburg, vorgestellt. Und entsprechend die Altarinsel auf dem Freiburger Flugplatz ausgerichtet. Mit Zehntausenden Gläubigen soll der Papst dort einen Gottesdienst feiern.
Bislang wirkt das etwa 20 Meter hohe Bühnengerippe auf dem Flugplatz eher futuristisch denn heilig. Für die Konstruktion mit freitragendem Dach werden insgesamt 220 Tonnen Stahl verbaut, sagt Ingenieur Albert Schuster vom Architekturbüro Werner Sobek Design in Stuttgart, das die Altarinsel plant. Für die Bühnenkonstruktion samt Auf- und Abbau veranschlagt die Erzdiözese rund eine Million Euro.
Anders als bei einem kürzlichen Bühneneinsturz in den USA, sei die bereits vom TÜV auf Standfestigkeit geprüfte Konstruktion "auf volle Windlast ausgelegt", betont Projektleiter Schuster.
Bis zum 25. September ist jedoch noch einiges zu tun. Der rund viereinhalb Meter hohe Bühnensockel wird mit Holz verkleidet und die Aufbauten werden mit einer weißen Kunststoffmembran bespannt. Die Rohkonstruktion der Freitreppe, die die gesamte Vorderseite der Bühne einnimmt, steht. Der Papst kann sowohl auf diesem Weg als auch über einen Fahrstuhl auf der Bühnenrückseite auf die Altarebene kommen. Die 2.200 Quadratmeter Bühnenfläche wird er sich dann mit 200 Kardinälen, Bischöfen und Ministranten teilen.
Unter der Bühne wird zudem noch eine Sakristei eingebaut, in der sich das katholische Kirchenoberhaupt und seine Begleitung auf die Liturgie vorbereiten können. Die Rückwand der Bühne wird für das Großereignis mit der rund fünf auf sechs Meter großen, dreiteiligen Kreuzigungsgruppe aus dem Radolfzeller Münster geschmückt.
Projektleiter Schuster sagt, dass die einzelnen Bauteile mit "Schrauben, Schellen und Spannverbindungen" verbunden werden. Dass die einzelnen Bauteile wieder gut voneinander getrennt werden können, erscheint vor allem vor dem Aspekt der Weiterverwendung wichtig. Beispielsweise würden aus der Stoffverkleidung der Freilichtbühne nach dem Rückbau Tragetaschen genäht, sagt Schuster.
Weite Teile des Altarmobilars seien vom Münchner Papstbesuch im Jahr 2006 übernommen, erklärt Schuster. Sein Büro hatte auch damals für den Gottesdienst bei der Neuen Messe München die Altarinsel entworfen. Die Möbelstücke, die für den Papstbesuch neu hergestellt werden, sollen nach Angaben des Bistums im Anschluss in Kirchen verwendet werden.
dapd
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