16.01.2011, 18:45 Uhr | DAPD
Wertheim (dapd-bwb). Die Hochwasserlage in Baden-Württemberg hat sich am Samstag weiter entspannt. Die Hochwasser-Vorhersage-Zentrale meldete am Vormittag fallende Wasserstände an nahezu allen betroffenen Flussgebieten. Ausnahme war der Main bei Wertheim: Hier stiegen die Pegel bis zum Nachmittag auf rund 5,5 Meter an, anschließend sanken sie wieder leicht. Die Experten rechneten dort mit einem Höchststand des Mains in der Nacht zum Dienstag und erwarteten einen Pegelstand von mehr als 5,80 Metern.
Am Neckar war am Pegel Gundelsheim der Scheitelwert bereits am Freitagfrüh mit 6,70 Metern, am Pegel Heidelberg am Freitagnachmittag mit 4,69 Metern erreicht worden. Auch in den östlichen Neckarzuflüssen Murr und Rems fielen die Wasserstände weiter. Dort waren noch am Donnerstag teilweise Hochwasserhöchststände erreicht worden, die nur einmal in 50 bis 100 Jahren erreicht werden. Am Oberrheinpegel Mannheim wurde am Samstagfrüh gegen 6.00 Uhr ein Höchststand von 6,69 Metern erreicht.
Ein Todesopfer forderte das Hochwasser offenbar in Bräunlingen. Dort stürzte Vermutungen der Polizei zufolge ein Mann am Freitagabend in die Hochwasser führende Breg und wird seitdem vermisst. Spaziergänger hatten gemeldet, dass ein Fahrrad samt einem Rucksack mit Einkäufen auf dem Bregdamm liege. Ermittlungen ergaben, dass das Rad einem 67 Jahre alten Mann aus Donaueschingen-Wolterdingen gehört, der regelmäßig auf dieser Strecke zum Einkaufen fuhr. Die Polizei geht von einem Unglücksfall aus.
Noch in der Nacht zum Samstag startete die Polizei eine Suchaktion nach dem Mann, die bis Samstagnachmittag allerdings erfolglos blieb. Sowohl ein Hubschrauber als auch Suchhundestaffeln waren im Einsatz.
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