04.10.2011, 10:29 Uhr | dapd
Die Piratenpartei arbeitet nach ihrem Wahlsieg in Berlin nun an einer deutlich breiteren thematischen Aufstellung. Der Bundesvorsitzende der Partei, Sebastian Nerz, sagte der "Frankfurter Rundschau", Ziel sei, dass der Staat gesellschaftliche Teilhabe sicherstelle. "Aber wir haben in weiten Teilen noch nicht definiert, wie man das finanzieren kann." Auch zur Lösung der Krise Europas habe die Partei noch keine Antworten. Die programmatische Arbeit werde erweitert.
Eine Frauenquote für die Piratenpartei lehnte Nerz ab: Dadurch werde Geschlechtsungleichheit in den Vordergrund gestellt und keine tatsächliche Gleichberechtigung geschaffen. "Mehr Frauen in die Partei zu bringen und sichtbarer aufzustellen ist primär eine Frage der Zeit."
Skeptisch zeigte sich Nerz auf die Frage, in welcher Koalition die Piratenpartei mitarbeiten würde. "Dieses starre Festhalten an einem unflexiblen Koalitionsvertrag, der Abgeordnete und Parteien in einen engen Rahmen zwing, funktioniert nur begrenzt", sagte er. Die Piratenpartei wolle sich bei ihren Entscheidungen an Sachthemen orientieren.
dapd
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