21.09.2010, 14:42 Uhr | DDP
Hamburg (dapd-nrd). Nach 469 Tagen hat der Forscher und Abenteurer Arved Fuchs seine Grönland-Expedition "Nordpoldämmerung" beendet. An Bord des Segelschiffs "Dagmar Aaen" legte die Crew in dieser Zeit rund 22.000 Kilometer zurück, wie Fuchs am Dienstag bei seiner Ankunft im Hamburger Hafen sagte. Nach der Überwinterung an der grönländischen Westküste in der Gemeinde Upernavik von Oktober 2009 bis Mai dieses Jahres segelte das Team nach Neufundland und Neuschottland, überquerte anschließend den Atlantik in 15 Tagen und erkundete die Hebriden und weitere schottische Inseln.
Die Expedition "Nordpoldämmerung" hatte im Juni 2009 in Hamburg begonnen und die Mannschaft zunächst etwa 6000 Seemeilen über Island nach Nordwest-Grönland geführt. Schwerpunkte der Expedition waren die Suche nach Spuren der Greely-Expedition von 1881 bis 1884 sowie die Problematik des Klimawandels.
Der Klimawandel sei endgültig in der Arktis angekommen, sagte Fuchs. Während des Winters setze die Meereisbildung sehr viel später als normal ein. Der viel zu milde Winter hat geplante Ausflüge buchstäblich ins Wasser fallen lassen, weil einheimische Jäger etwa aufgrund des Eisrückgangs ihre traditionellen Jagdgebiete nicht mehr erreichen können. Bestätigt werden Fuchs Beobachtungen von Untersuchungen des Hamburger Max-Planck-Instituts, die Messungen des Meereises vornahmen. Demnach gibt es immer mehr offenes Wasser in dieser Region, sagte Wissenschaftlerin Iris Ehlert.
Sowohl die Überwinterung der "Dagmar Aaen" (WDR) in Grönland als auch die anschließende Rückreise durch den Nordatlantik (ZDF/Arte) sind demnächst im Fernsehen zu sehen.
dapd
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