22.02.2012, 16:57 Uhr | dapd
Ein aus 117 Einzelstücken bestehender prähistorischer Schatz aus reinem Gold ist am Mittwoch in Hannover vorgestellt worden. Er stammt aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts vor Christus und hat ein Gesamtgewicht von etwa 1,8 Kilogramm, wie Dietmar Vonend vom Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege sagte.
Der Goldschatz war im April 2011 im Landkreis Diepholz bei archäologischen Ausgrabungen entlang der geplanten nordeuropäischen Erdgasleitung gefunden worden. Niedersachsens Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) bezeichnete den Fund als "Gold des Wissens". Er können neue Erkenntnisse über das Leben unserer Vorfahren liefern. Der Goldfund besteht aus mehreren Spiralen, einem Armband, einem Wendelring sowie einer Gewandspange
Der komplette Erdklumpen mit dem Gold war im Landesamt für Denkmalpflege mit neuesten wissenschaftlichen Methoden freigelegt worden. Experten fertigten ein dreidimensionales CT-Bild, das die Lage jedes einzelnen Objektes detailgetreu zeigte. Die Bergung und Dokumentation des Schatzes wurde von den Investoren der Erdgasleitung finanziell unterstützt.
Vermutlich befand sich das Gold in einem Beutel aus Tuch oder Fell. Warum ein so wertvoller Schatz dem Boden anvertraut wurde, sei bisher nicht bekannt, sagte Vonend. Es könne sich um ein Händlerversteck oder einen Weihefund handeln. Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover versuchten, die Herkunft des Goldes herauszufinden.
Wanka kündigte ein Forschungsprojekt zu den frühen Goldfunden in Niedersachsen an. Dabei sollten auch die Beziehungen zu anderen Ländern in jener Zeit untersucht werden.
dapd
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