02.12.2011, 09:35 Uhr | dapd
Der Präsident der Universität Bayreuth, Rüdiger Bormann, sieht Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) auch nach Erscheinen von dessen Buch "Vorerst gescheitert" nicht moralisch rehabilitiert. "Mein Problem mit ihm ist nach wie vor, dass ich ihm nicht vertraue", sagte Bormann am Donnerstag in der ZDF-Sendung "maybrit illner". Guttenberg streite den Täuschungsversuch beim Verfassen seiner Doktorarbeit weiter ab. So lange es dazu kein Eingeständnis gebe, könne er sich Vertrauen in Aktivitäten Guttenbergs "jeglicher Art" nicht vorstellen, sagte Bormann mit Blick auf eine mögliche Rückkehr des zurückgetretenen Ministers in die Politik.
Der Uni-Präsident wies zugleich Vorwürfe zurück, die zur Untersuchung der Affäre eingesetzte Kommission habe Rücksicht auf den Ruf der Alma Mater genommen. Der mit der Klärung des Plagiatsfalles betrauten Kommission habe hochrangige "externe Expertise" angehört. Diese sei bestellt worden, um dem Vorwurf der Befangenheit und Parteinahme vorzubeugen.
Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion Thomas Oppermann hat die Regierungskoalition für die anhaltende Popularität Guttenbergs verantwortlich gemacht. Wenn es eine Sehnsucht nach der Rückkehr des CSU-Mannes auf die politische Bühne gebe, habe diese "auch damit zu tun, dass wir im Augenblick eine Regierung haben, die eine unglaublich schlechte Vorstellung liefert", sagte Oppermann in der ZDF-Sendung "maybrit illner". Vor diesem Hintergrund entstehe bei den Menschen das Verlangen nach einem "Hoffnungsträger".
Skeptisch ist Oppermann, ob der über eine Plagiat-Affäre gestürzte CSU-Minister in seiner politischen Heimat erneut eine gewichtige Rolle spielen könnte. "Ich bin mal gespannt, ob die CSU den Kakao, durch den Guttenberg sie jetzt gezogen hat, dann auch noch selber austrinkt", sagte der SPD-Politiker. Guttenberg hatte der CSU unter anderem vorgeworfen, "romantische Rückschau" auf bessere Zeiten zu halten und "Spinnweben" angesetzt zu haben.
dapd
Kernbeißer schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 09:14:42
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Uni Bayreuth
Ich traue der UNi Bayreuth mindestens ebensowenig, wie sie ihrem ehemaligen Doktoranden !
Wer hat ihm den Titel, denn nach
"sorgfältiger" Prüfung verliehen? Wer hat ihn denn wissenschaftlich begleitet?
Sie waren doch die höher qualifizierten Fachleute, die dieses Erschleichen eines Doktortitels hätten erkennen m ü s s e n. Wie kommen die dazu auch heute noch Titel zu vergeben, haben sie doch bewiesen, das dieses Titel nichts wert sein müssen. Qualitätssicherung auch bei den Prüfern bitt
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