02.08.2010, 11:57 Uhr | DDP
Erfurt (ddp-lth). Das Land Thüringen verliert einer Prognose zufolge bis zum Jahr 2030 fast ein Fünftel seiner Bevölkerung. Wie das Landesamt für Statistik am Freitag mitteilte, nimmt die Einwohnerzahl gegenüber dem Stand von Ende 2008 von 2,27 Millionen auf 1,84 Millionen ab. Dies sei ein Rückgang um 18,1 Prozent. Allein die Stadt Suhl muss demnach einen Bevölkerungsverlust von 42 Prozent hinnehmen.
Landesweit können nur die Städte Erfurt mit 2,8 Prozent, Jena mit 6,6 Prozent und Weimar mit 9,5 Prozent Bevölkerungszuwächse erwarten. Grund für den allgemeinen Rückgang sind den Angaben zufolge mehr Sterbefälle als Geburten. Verschärft werde die Entwicklung durch Abwanderungen.
Zudem wird die Bevölkerung immer älter. Das Durchschnittsalter steigt laut Prognose von derzeit 45,3 auf 51,4 Jahre im Jahr 2030. Mit einem Durchschnittsalter von 61,4 Jahren wird Suhl dann die "älteste" kreisfreie Stadt sein. Die kreisfreie Stadt mit der jüngsten Bevölkerung wird Erfurt mit durchschnittlich 46,8 Jahren sein.
Unter den Landkreisen wird der Kyffhäuserkreis mit durchschnittlich 57 Jahren die älteste Bevölkerung haben. Der Ilm-Kreis wird mit 50,2 Jahren das niedrigste Durchschnittsalter der Einwohner verzeichnen.
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