14.02.2012, 19:25 Uhr | dapd
Der Insolvenzverwalter von Qimonda fordert mindestens 1,71 Milliarden Euro plus Zinsen von der ehemaligen Konzernmutter Infineon. Er habe seine Forderungen in einem Zahlungsantrag beziffert beim Landgericht München gestellt, teilte Infineon am Dienstag in München mit.
Der Konzern erklärte, er halte die Ansprüche für "nicht gegeben". Man werde sich "weiterhin energisch zu Wehr setzen" und bleibe "hinsichtlich des Ausgangs dieses Rechtsstreits zuversichtlich". Ein Sprecher des Insolvenzverwalters kommentierte die Vorgänge nicht.
Bereits 2010 hatte der Insolvenzverwalter die Feststellungsklage erhoben. In dieser war allerdings keine konkrete Zahl gefordert worden.
Infineon hatte Qimonda 2006 teilweise an die Börse gebracht. Im Januar 2009 hatte die Speicherchiptochter mit damals mehr als 12.000 Mitarbeitern Insolvenz angemeldet.
dapd
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