21.03.2011, 08:31 Uhr | dapd
Berlin (dapd-bln). Grünen-Fraktionschef Volker Ratzmann fordert vom Berliner Senat auch mit Blick auf die Atomkatastrophe in Japan mehr Einsatz für den Klimaschutz. Er wünsche sich, dass von der 2. Klimaschutzkonferenz am Mittwoch nächster Woche Impulse ausgingen, die in konkrete Projekte mündeten, sagte Ratzmann der Nachrichtenagentur dapd. Beim ersten Treffen dieser Art vor einem Jahr sei zwar über wichtige Themen gesprochen, aber bisher nichts umgesetzt worden.
Ratzmann verwies darauf, dass die rot-rote Landesregierung entgegen eigenen Plänen kein Klimaschutzgesetz vorgelegt hat. Zwar sei versprochen worden, Berlin zur Hauptstadt der erneuerbaren Energien zu machen, passiert sei in dieser Richtung aber nichts. Europäische Umwelthauptstadt 2011 sei Hamburg geworden.
Berlin liege bei der Nutzung alternativer Energien bundesweit noch immer auf dem letzten Platz, kritisierte der Grünen-Politiker. "Wir verbrennen hauptsächlich Braunkohle aus der Lausitz, Steinkohle aus Kolumbien und Gas aus Russland."
Er vermisse in Berlin einen "Aufbruch beim Klimaschutz", sagte Ratzmann. Die Stadt könnte zum Beispiel bei der energetischen Sanierung von Wohnhäusern heute schon viel weiter sein. Notwendig wären dazu Finanzierungsmodelle, um unter anderem Investitionen durch Bürgschaften abzusichern. Auch Konzepte zum Energiesparen fehlten. Zudem müsse auf Bundesebene politisch Druck gemacht werden, die Kürzungen bei der Förderung regenerativer Energien zurückzunehmen.
dapd
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