23.02.2012, 19:15 Uhr | dapd
Bei Ermittlungen wegen des Verdachts auf Untreue, Bestechung und Bestechlichkeit hat die Staatsanwaltschaft Erfurt am Donnerstag insgesamt 24 Wohnungen und Firmenräume in drei Bundesländern durchsucht. Die Aktion mit insgesamt rund 90 Beamten des Landeskriminalamtes erstreckte sich neben Thüringen auch auf Rheinland-Pfalz und Hessen, wie ein Sprecher der Behörde sagte.
Zu den durchsuchten Objekten gehörte demnach auch die Stadtverwaltung Eisenach mit dem Dienstzimmer des Oberbürgermeisters. Ob dieser auch als Verdächtiger geführt werde, wollte der Sprecher nicht sagen.
Insgesamt wird den Angaben zufolge in drei Verfahren gegen sieben Beschuldigte im Zusammenhang mit möglichen Unregelmäßigkeiten beim Trink- und Abwasserverband Eisenach-Erbstromtal sowie beim Bau von Windkraftanlagen ermittelt.
Unter anderem soll ein Mitarbeiter des Trink- und Abwasserverbands nach Geschäften Vorteile von zwei Firmenbeschäftigten erhalten haben. In einem anderen Fall sollen 600.000 Euro veruntreut worden sein. Im dritten Komplex geht es den Angaben zufolge um mögliche Bestechung im Zusammenhang mit der Errichtung von Windkraftanlagen. So soll ein Beratervertrag geschlossen worden sein, um Schmiergeldzahlungen zu vertuschen.
Zum Umfang der sichergestellten Beweismittel konnte die Anklagebehörde am Abend noch keine näheren Angaben machen.
dapd
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