26.10.2011, 13:28 Uhr | dapd
Die Standortreform der Bundeswehr hat Folgen für Rheinland-Pfalz. Fünf der derzeit 33 Standorte im Land werden komplett geschlossen, einige andere deutlich verkleinert. Alleine von den Schließungen sind mehr als 3.600 Soldaten und zivile Beschäftigte betroffen. Die Entscheidung gab das Verteidigungsministerium am Mittwoch bekannt. Die Kommunalpolitiker reagierten enttäuscht.
Komplett aufgegeben werden die Standorte in Speyer (1.370 Beschäftigte), Kusel (1.200 Beschäftigte), Bad Neuenahr-Ahrweiler (570 Beschäftigte), Birkenfeld (390 Beschäftigte) und der Truppenübungsplatz in Emmerzhausen im Kreis Altenkirchen (120 Beschäftigte).
Deutlich reduziert wird die Truppenstärke beispielsweise in Diez (Rhein-Lahn-Kreis). Dort bleiben von derzeit 1.520 Beschäftigten noch 150 erhalten. Auch in Lahnstein, ebenfalls im Rhein-Lahn-Kreis, wird die Zahl der 1.190 Bundeswehrangehörigen mehr als halbiert. Im pfälzischen Zweibrücken sinkt die Zahl der Dienstposten von 1.840 auf 1.230.
Der traditionsreiche Militärstandort Koblenz wird zahlenmäßig zwar von 7.500 Beschäftigten nur auf 7.130 reduziert, verliert aber das militärisch wichtige Heeresführungskommando. Es wird mit anderen Abteilungen im brandenburgischen Strausberg zusammengelegt.
In den betroffenen Gemeinde ist die Entscheidung aus Berlin mit Enttäuschung aufgenommen worden. Der Bürgermeister von Birkenfeld, Peter Nauert, sagte: "Das ist der Super-GAU für Birkenfeld." Die Stadt mit etwas mehr als 6.500 Einwohner habe bis zuletzt Hoffnung gehabt, dass der Standort erhalten bleibe. Der strukturschwache Landkreis habe schließlich schon in den 90er Jahren den Weggang der dort stationierte US-Soldaten verkraften müssen.
Der Landrat des Kreises Altenkirchen, Michael Lieber (CDU), in dem der Truppenübungsplatz Stegskopf bei Daaden am Standort Emmerzhausen liegt, sprach gar von einer "Kampfansage an den ländlichen Raum". Die Schließung des Standortes sei völlig unerwartet gekommen. "Wir werden uns wehren müssen", kündigte er an. Gerade in Altenkirchen habe die Bevölkerung von der Bundeswehr profitiert und es seien wichtige Arbeitsplätze entstanden.
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) forderte im Deutschlandfunk, dass die betroffenen Länder und Kommunen vom Bund einen finanziellen Ausgleich erhalten. In ganz Deutschland werden 31 Standorte aufgegeben. Hinzu kommen 33 Standorte, in denen die Zahl der Dienstposten auf unter 15 reduziert werden und die damit nicht mehr als Standorte gelten.
dapd
ernst schrieb:
am 26. Oktober 2011 um 19:05:44
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Sparen am falschen Ende
Billionen für andere, nichts für Deutschland ! Diese "Volksvertreter" müssen endlich abgewählt werden.
Vernichtet rigeros Arbeitsplätze, Zwingt die Menschen zu unterbezahlten Arbeit. Die Folgen werden schlimm sein...
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Kurt der Sparer schrieb:
am 26. Oktober 2011 um 14:12:24
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Bundeswehrschließung
Wenn die Standorte gschlossen werden wir der MP sicherlich wieder Vergnügungsprks bauen wie aam Nürburgring, oder sogar ein Schloss?
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pfälzer schrieb:
am 26. Oktober 2011 um 13:40:33
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Reformen
Heute regt sich Herr Beck über BuWe_standortschließung auf .."der Bund muß für die entstehenden Nischen Ersatz
schaffen.".. Gestern wurde bekannt, wie er in seinem Bundundesland rigeros sparen will.. Abbau bei Polizei,
Einsparung bei den Beamtengehältern, Einsparungen beim Straßenbau etc....
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