08.03.2011, 13:38 Uhr | dapd
Köln (dapd-nrw). Das Römisch-Germanische Museum in Köln zeigt ab dem 17. März die Überreste von Bauwerken, die im vergangenen Jahr bei Ausgrabungen am Deutzer Rheinufer entdeckt wurden. Außerdem sei erstmals eine Auswahl der bedeutendsten Objekte zu sehen, die Archäologen im 19. und frühen 20. Jahrhundert in Köln ausgegraben hätten, teilte die Stadt am Dienstag mit. Die Ausstellung unter dem Titel "Divitia - Deutz" ist bis zum 24. Juli zu sehen.
Bei den Ausgrabungen im vergangenen Jahr hatten die Archäologen unter anderem Türme, mächtige Festungsmauern und Teile von Kasernenbauten aus dem Frühmittelalter gefunden. Unter der Dammkrone wurden zudem die Fundamente der ältesten Pfarrkirche in Deutz entdeckt, die erstmals im neunten Jahrhundert nach Christus erwähnt und vermutlich im sechsten oder siebten Jahrhundert von Franken gegründet wurde. Auch ein Bahndamm sowie Fundamentbögen eines Bahnhofs aus dem 19. Jahrhundert wurden freigelegt. An den Fundstellen sollen eine Hochwasserschutzwand sowie der 18 Millionen Euro teure Rheinboulevard entstehen.
Das Römisch-Germanische Museum ist dienstags bis sonntags von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, am ersten Donnerstag im Monat bis 22.00 Uhr. Der Eintritt in die ständige Sammlung inklusive Sonderausstellung kostet derzeit für Erwachsene sechs Euro, ermäßigt 3,50 Euro.
dapd
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