21.02.2012, 08:21 Uhr | dapd
Die Fastnachtszüge in Hessen haben regen Zuspruch gefunden. Dem größten Rosenmontagszug des Landes in Fulda allein sahen gut 60.000 Menschen zu. Nennenswerte Zwischenfälle gab es keine, wie die Polizei auf Anfrage sagte. Der Tross war um 13.33 Uhr am Bahnhof gestartet und endete am frühen Abend am Abtstor. Den Angaben zufolge beteiligten sich mehr als 4.000 Aktive. Die Fuldaer Karnevalsgesellschaft hatte insgesamt 240 Zugnummern vergeben.
Durch Herbstein im Vogelsberg zog am selben Tag Hessens ungewöhnlichster Fastnachtszug. Dem Spektakel nach einem alten Tiroler Brauch wohnten nach Polizeiangaben rund 3.500 Zuschauer bei. Der vom sogenannten "Bajazz" angeführte Springerzug war um 10.11 Uhr gestartet. Die Positionen werden jedes Jahr versteigert, wie Holger Korell vom Verein zur Förderung des traditionellen Fastnachtsbrauchtums der dapd sagte. Um den Zug anzuführen, habe ein Herbsteiner einmal 3.200 Euro bezahlt. In diesem Jahr wurde die Position demnach für 1.200 Euro vergeben.
Der Springerzug besteht neben dem Bajazz aus sechs Pärchen. Die 18- bis 25-Jährigen seien in Herbstein noch sehr stark in die Fastnacht involviert, betonte Korell. Das spiegle sich auch in den Motivwagen wider. "Sie nehmen nicht nur die Politik aufs Korn, sondern thematisieren auch die 750-Jahr-Feier der Stadt."
Am Fastnachtssonntag hatten bereits mehrere Hunderttausend Narren die hessischen Innenstädte bevölkert. Zum größten Umzug in Frankfurt am Main kamen rund 350.000 Menschen, dem närrischen Treiben in der Landeshauptstadt Wiesbaden wohnten gut 280.000 Schaulustige bei.
dapd
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