30.12.2010, 11:40 Uhr | DAPD
Saarbrücken (dapd-rps). Die saarländische Umweltministerin Simone Peter (Grüne) will im kommenden Jahr mehrere Projekte für eine naturnahe Waldwirtschaft umsetzen. Dazu zählen ein neues Wald- und Jagdgesetz, eine Reform beim SaarForst-Landesbetrieb und ein Wald-Vitalisierungsprogramm.
Eine naturnahe und schonende Bewirtschaftung des Ökosystems Wald sollte "eine Selbstverständlichkeit" sein, sagte die Ministerin am Mittwoch in Saarbrücken. Dabei verwies sie darauf, dass das Jahr 2011 von den Vereinten Nationen zum "Internationalen Jahr der Wälder" ausgerufen wurde.
Mit dem neuen Wald- und Jagdgesetz soll im Saarland die Grundlage für ein Gleichgewicht zwischen Walderhaltung und nachhaltiger Nutzung des Rohstoffes Wald geschaffen werden. Demnach darf künftig nicht mehr Holz geerntet werden als nachwächst. Dies soll durch eine regelmäßige Waldinventur überprüft werden. Ein Wald-Vitalisierungsprogramm soll zudem einen Beitrag zur Gesundung der Wälder leisten.
Durch eine Organisationsreform beim SaarForst-Landesbetrieb sowie neue Waldbewirtschaftungsgrundsätze soll die Arbeit im Forst noch naturverträglicher werden, kündigte die Ministerin an. Kleinere Reviere sollen zudem mehr Bürgernähe bringen. Statt wie üblich bei Reformen Personal abzubauen, werde bei SaarForst mit zwei Forstingenieuren und zehn Waldarbeitern zusätzliches Personal eingestellt werden, betonte Peter.
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