30.08.2011, 16:55 Uhr | dapd
Dresden (dapd-lsc). Die sächsische Landesregierung unterstützt die Technische Universität Dresden (TU) bei ihrer Bewerbung um den Titel "Exzellenzuniversität". Das Kabinett habe sich am Dienstag dazu verpflichtet, bei einer erfolgreichen Bewerbung alle Maßnahmen des Zukunftskonzeptes in den kommenden fünf Jahren anteilig zu finanzieren, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) in Dresden. Am Donnerstag (1. September) will die Hochschule alle Bewerbungsunterlagen einreichen.
Die TU Dresden bewirbt sich laut Staatskanzlei unter dem Titel "Die synergetische Universität" mit zwei Exzellenzclustern, einer Graduiertenschule und dem Zukunftskonzept, also in allen Förderlinien des Förderprogramms "Exzellenzinitiative" von Bund und Ländern. Bei dem Zukunftskonzept handelt es sich laut TU um die Gesamtstrategie, an der sich die Entwicklung der Hochschule ausrichten wird. Das beinhalte unter anderem die Vernetzung mit externen Partnern in Forschung, Lehre und Infrastruktur.
Mehr als 500 Wissenschaftler arbeiteten laut Staatskanzlei in den vergangenen Monaten an dem Bewerbungsantrag. Die Fachgebiete sind Biomedizin, Bioengineering, Informationstechnik und Mikroelektronik.
Tillich sagte weiter, neben der anteiligen Finanzierung des Zukunftskonzepts werde die Landesregierung auch Baumaßnahmen der Hochschule während der Bewerbungsphase finanziell zu unterstützen. Der Titel bedeute den "Aufstieg in eine Liga der Wissenschaft", in der Dresden schon längst einen Platz verdient habe, betonte der Ministerpräsident. Die Auszeichnung werde dazu beitragen, dass sich junge Menschen aus der ganzen Welt für den Studien- und Forschungsstandort Dresden interessieren werden. Außerdem würden damit neue Arbeitsplätze geschaffen, erklärte der CDU-Politiker.
Tillich und Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) überreichten Unirektor Hans Müller-Steinhagen eine Erklärung, mit der sie der TU ihre Unterstützung bei der Bewerbung zusichern. Die Wissenschaftsministerin sagte, von dem Titel und den davon ausgehenden Impulsen würde der gesamte Hochschul- und Forschungsstandort im Freistaat "erheblich profitieren".
In der Endrunde der Exzellenzinitiative sind laut Staatskanzlei auch die Universität Leipzig mit einem Fortsetzungsantrag für Förderung einer Graduiertenschule sowie die Technische Universität Chemnitz mit einem Neuantrag für Förderung eines Exzellenzcluster. Eine Entscheidung wollen die Deutsche Forschungsgesellschaft und der Wissenschaftsrat Mitte 2012 treffen.
Mit der Exzellenzinitiative wollen Bund und Länder den Wissenschaftsstandort Deutschland stärken. Für alle ausgewählten Hochschulen stehen insgesamt 2,7 Milliarden Euro Fördergelder zur Verfügung.
dapd
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