13.04.2011, 15:59 Uhr | dapd
Dresden (dapd-lsc). Sachsen hat den vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur unterirdischen Einlagerung von Kohlendioxid im Grundsatz begrüßt. "Die CCS-Technologie ist eine zukunftsträchtige und weltweit benötigte Technologie zum Klimaschutz, von deren Funktionalität wir überzeugt sind", sagte der Sprecher des sächsischen Umweltministeriums, Falk Hofer, am Mittwoch in Dresden.
In Sachsen bestehe ein großes Interesse an einer klimafreundlicheren Energieerzeugung aus Braunkohle.
Nach ersten Untersuchungen gebe es im Nordosten des Freistaats geologische Formationen, die theoretisch zur Einlagerung geeignet seien. Diese stiegen nach Osten hin auf. Es sei nicht auszuschließen, "dass dann verpresstes CO2 im Nachbarland Polen zutage tritt", sagte der Sprecher.
Konkret gebe es in Sachsen allerdings keine Kohlendioxid-Lagerstätten. Auch die Erkundung von Standorten sei derzeit nicht geplant. Wie sich Sachsen bei der Abstimmung im Bundesrat verhalten wird, ist auch noch nicht entschieden. Der Gesetzentwurf liege noch nicht im Wortlaut vor, sagte der Sprecher zur Begründung.
dapd
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