22.02.2012, 15:10 Uhr | dapd
Die sächsische Bauindustrie hat im vergangenen Jahr eine gute Entwicklung verzeichnet. Die Nachfrage nach Bauleistungen und in deren Folge die Bautätigkeit zogen im Vergleich zu 2010 spürbar an, wie der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands Sachsen, Robert Momberg, am Mittwoch in Leipzig sagte. Allein im Wohnungsbau gingen 32,6 Prozent mehr Aufträge ein als im Vorjahr. Es wurde ein Gesamtumsatz von 6,3 Milliarden Euro erzielt.
Einen erfreulichen Wachstumsschub gegenüber dem Vorjahr verzeichnete laut Momberg auch der Wirtschaftsbau, der um fast elf Prozent zulegte. Dagegen stagnierten die Aufträge der öffentlichen Hand weitgehend. "Wie in den letzten Jahren wurde das Investitionsverhalten der öffentlichen Hand vordergründig von Bemühungen bestimmt, die Haushalte zu konsolidieren", sagte Momberg.
Dennoch habe sich der Umsatz in diesem Segment im Vergleich zu 2010 um 8,9 Prozent erhöht. Allerdings galt das hauptsächlich für das erste Halbjahr. "Die Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr fiel gegenüber der im ersten Halbjahr klar ab", sagte Momberg.
Von der guten konjunkturellen Entwicklung profitierten auch die Arbeitnehmer der Branche. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten im sächsischen Bauhauptgewerbe lag 2011 dem Verband zufolge bei knapp 58.000. Sie war damit um zwei Prozent höher als im Jahr zuvor. Spürbar abgenommen hat im vergangenen Jahr die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Bauleute. Im Jahresdurchschnitt lag sie bei 13.000 und damit um 18,5 Prozent unter dem Stand von 2010.
dapd
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