16.02.2011, 16:05 Uhr | dapd
Leipzig (dapd-lsc). Diese Theorie glaubt ihm kein Sachse - und ein Nicht-Sachse sowieso nicht: "Der sächsische Dialekt", so der Leipziger Sprachwissenschaftler Beat Siebenhaar, "ist vor 100 bis 150 Jahren weitgehend ausgestorben." Was zwischen Leipzig, Chemnitz und Dresden gesprochen wird und bei Auswärtigen bestenfalls für Erheiterung sorgt, sind nach Auffassung Siebenhaars nur noch regionale Färbungen. Das gesprochene Sächsisch orientiere sich weitgehend an der gebräuchlichen Hochsprache, erklärte der Professor am Mittwoch in Leipzig.
Maßgeblich für einen Dialekt sei nämlich ein geschlossenes Sprachsystem sowie klare Regeln in der Aussprache und der Syntax. Daran fehle es dem Sächsisch heute, behauptet der gebürtige Schweizer Siebenhaar.
dapd
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