30.03.2011, 09:15 Uhr | dapd
Radebeul (dapd-lsc). Die Mitglieder des Sächsischen Lehrerverbandes (SLV) haben mehrheitlich der Tarifeinigung im öffentlichen Dienst der Länder zugestimmt. Zwei Drittel stimmten für die Annahme des Verhandlungsergebnisses, wie der Verband am Dienstag in Radebeul mitteilte. Die Lehrer wollten aber weiterhin für einheitliche Tarife in Ost und West sowie Altersteilzeit kämpfen. Der SLV vertritt nach eigenen Angaben rund ein Drittel der 35.000 sächsischen Lehrer.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nimmt nach eigenen Angaben eine bundesweite Urabstimmung über die Annahme des Tarifvertrags vor. Die Ergebnisse sollen am kommenden Montag veröffentlicht werden. Eine Aufschlüsselung nach Ländern erfolge jedoch nicht.
Gewerkschaften und die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) hatten Anfang März für die rund 585.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder eine Einigung erzielt. Vorgesehen ist danach eine Einmalzahlung von 360 Euro rückwirkend zum 1. Januar sowie eine lineare Gehaltserhöhung von 1,5 Prozent ab 1. April. Zum 1. Januar 2011 steigen die Gehälter um einen Sockelbetrag von 17 Euro plus linear 1,9 Prozent. Die Laufzeit des Vertrags beträgt zwei Jahre bis Ende 2012.
Eine einheitliche tarifliche Eingruppierung der 200.000 angestellten Lehrer in Deutschland wurde allerdings nicht beschlossen. Damit wurde eine zentrale Forderung von Sachsens Lehrern nicht erfüllt.
dapd
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