21.12.2011, 12:13 Uhr | dapd
Brandenburgs Politiker freuen sich nach einem turbulenten Jahr auf Weihnachten. Die meisten lassen es zum Fest ruhig und traditionell angehen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dapd ergab.
"Für mich ist Weihnachten ein Familienfest - wie wohl für die allermeisten Menschen", sagt Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD). Auf den Tisch komme gemäß der Familientradition am Heiligen Abend Heringssalat und Eberswalder Würstchen - am ersten Feiertag Gans mit Klößen, Rotkohl und Grünkohl. Zeit unter anderem für Spaziergänge und einen Kinobesuch, bei dem die Kinder den Film aussuchen, stehen auf Platzecks Wunschliste ganz oben.
"Zusammen mit den Kindern eine schöne Zeit verbringen", das wünscht sich auch Bildungsministerin Martina Münch (SPD) für die Festtage. Die 49-Jährige gilt als "Ursula von der Leyen Brandenburgs". Denn wie die CDU-Bundessozialministerin hat Brandenburgs Bildungsministerin sieben Kinder. Die Ärztin lebt mit ihrer Großfamilie in Cottbus.
"Ganz traditionell im Kreis der Großfamilie zu Hause in Potsdam" - so wird die CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende Saskia Ludwig Weihnachten verbringen. Andere Politiker wollen sich über Weihnachten vor allem in der Natur erholen. "Ich gehe viel spazieren und unternehme etwas mit der Familie", sagt Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke).
Schlittenfahren, Skitouren und Schlittschuhfahren - sobald das Eis trägt - hat Grünen-Fraktionschef Axel Vogel vor, der die Festtage in München verbringen wird. Auch Arbeitsminister Günter Baaske (SPD), der im Fläming feiert, hofft auf "dicke Flocken und kristallklare Luft für schöne Spaziergänge". Er will die freie Zeit aber auch nutzen, um daheim zu entrümpeln. "Und ganz wichtig: Kinderzimmer vorbereiten. Im Februar kommt Nachwuchs", verrät Baaske. Der 54-Jährige und seine Lebensgefährtin, AWO-Landesgeschäftsführerin Anne Böttcher, erwarten ihr erstes gemeinsames Baby.
Wie sich die Politiker am schnellsten vom Berufsalltag erholen - für Münch gibt es ein bewährtes Rezept: "Keine Termine." Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) hofft darauf, Weihnachten "ohne irgendwelche Notrufe per Handy" genießen zu können. "Das Handy muss aus und das Klavier und die Orgel werden dafür umso mehr benutzt werden", sagt FDP-Fraktionsvorsitzender Andreas Büttner.
Was wäre das Fest ohne Geschenke: Auf dem Wunschzettel von Christoffers stehen Bücher ganz oben. Eine spezielle Weihnachtslektüre hat er bisher noch nicht geplant. "Das hängt davon ab, was unter dem Weihnachtsbaum liegt." Für einige steht aber schon jetzt fest, was sie über die Festtage lesen wollen.
Vogel will sich unter anderem "allerlei ungelesener politischer Werke" widmen, sowie dem Roman "Der blaue Kammerherr" von Wolf von Niebelschütz.
Mit dem Roman "In Zeiten des abnehmenden Lichts" des diesjährigen Trägers des Deutschen Buchpreises, Eugen Ruge, will sich nicht nur Münch, sondern auch Platzeck beschäftigen. "Spannende Zeitgeschichte, außerdem haben wir die gleiche Schule besucht und die Handlung spielt in meinem Kiez", sagt der in Potsdam-Babelsberg lebende Regierungschef. Zudem stehe mit Blick auf den 300. Geburtstag Friedrichs des Großen noch ein Sachbuch auf der Leseliste.
dapd
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