10.02.2012, 22:11 Uhr | dapd
Dramatische Rettungsaktion in Freiburg: Mithilfe eines Rettungshubschraubers wurde am Donnerstagabend ein Schlittschuhläufer aus dem eiskalten Wasser des Flückiger Sees geholt. Der Mann war nahezu in der Mitte des Gewässers eingebrochen, der dort 15 Meter tief ist, wie die Stadt mitteilte.
Trotz einsetzender Dämmerung steuerte der Pilot von "Christoph 54" in einem riskanten Manöver die Unfallstelle wenige Zentimeter über dem See an. Dem Notarzt und einem Helfer gelang es, den Mann mittleren Alters über die Seitentür des Helikopters zu fassen. Am Ufer wurde er vom Rettungsdienst behandelt.
Der Mann sei in allergrößter Not gewesen, sagte Pilot Werner Reichel in einem Online-Interview mit der "Badischen Zeitung". "Ich habe es als allerletzte Chance für ihn gesehen, dass er die Möglichkeit kriegt, sich an der Kufe festzuhalten und ich ihn dann aus dem Eis rauszerren könnte." Es sei ihm bewusst gewesen, dass der sich annähernde Hubschrauber auch eine Gefahr für den Mann darstellen könnte.
Behörden warnen: Fast überall ist das Eis noch zu dünn
Ähnlich prekär war die Situation eines zwölfjährigen Jungen am Donnerstagabend in Offenburg, den das Eis rund 50 bis 80 Meter vom Ufer des Burgwaldsees entfernt nicht mehr gehalten hatte. Polizisten tasteten sich mit Leiter und Seil, die von Anwohnern herbeigebracht worden waren, zu dem Kind vor und zogen es aus dem Wasser. Das stark unterkühlte Kind ist inzwischen außer Lebensgefahr.
Die Behörden weisen darauf hin, dass das Eis der Seen auch nach der Kälte der vergangenen Tage zum Betreten längst nicht überall dick genug ist. Bei großen Seen gebe es Strömungen unter Wasser, die eine Eiskontrolle zu gefährlich machten. Zwar friere die Oberfläche großflächig zu, aber niemand könne ermitteln, wo der Bereich beginnt, an dem das Eis nicht mehr trage, hieß es vonseiten der Freiburger Stadtverwaltung. Auch der Titisee im Hochschwarzwald wird zum Wochenende nicht für Schlittschuhläufer freigegeben, wie die Gemeinde mitteilte.
Die Freiburger Feuerwehr hatte sich für Rettungseinsätze aus dem Eis eigens einen Pontonschlitten angeschafft. Mit dem Gerät, das aus zwei Plastikkörpern von jeweils zwei Metern Länge besteht, können Rettungskräfte auf dem Eis zu eingebrochenen Personen vordringen. Im Winter 2009/10 war dieser Schlitten dreimal im Einsatz, zur Premiere holte er einen Hund vom Eis.
dapd
X3 schrieb:
am 11. Februar 2012 um 07:16:56
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Schlittschuhläufer gerettet.
Respekt u großen Dank an alle Retter, die momentan täglich zu solchen Einsätzen eilen u dabei selbst in Gefahr geraten!
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