26.01.2012, 22:21 Uhr | dapd
Die Rinder- und Schafbestände in Bayern werden flächendeckend auf das Schmallenberg-Virus untersucht. Es handle sich um eine vorsorgliche Maßnahme, sagte eine Sprecherin des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht der "Augsburger Allgemeinen" (Freitagausgabe). Die stichprobenartigen Tests seien angesichts der weiteren Verbreitung des Erregers in Deutschland aktuell gestartet worden, bislang habe es in Bayern aber keine Fälle gegeben.
Das Virus ist nach Angaben des Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit für Menschen ungefährlich. Bei Rindern und Schafen kann es dem LGL zufolge aber zu missgebildeten Lämmern und Kälbern sowie Totgeburten führen.
Das Schmallenberg-Virus wurde erst im vergangenen November entdeckt. Infizieren können sich Rinder, Schafe und Ziegen. In Deutschland ist es bislang (Stand Mittwoch) in 51 Betrieben nachgewiesen worden. Meist handelte es sich dabei um Schafhalter. Bislang ist vor allem der Nordwesten Deutschlands betroffen. Allerdings gab es auch zwei Fälle in Hessen und je einen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
dapd
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