06.10.2010, 10:25 Uhr | DDP
München (dapd-bay). Das Schulobstprogramm in Bayern wächst. Inzwischen erhalten 128.000 Kinder an 491 Grundschulen einmal pro Woche kostenlos frisches Obst und Gemüse, wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner am Mittwoch in München mitteilte. Das seien rund 37.000 Kinder und 196 Schulen mehr als am Ende des letzten Schuljahres und er erwarte weitere Zuwächse in den kommenden Wochen.
"Wir wollen den Kindern die gesunde Ernährung schmackhaft machen", erklärte Brunner. Dies sei gerade im Grundschulalter möglich. So könne man den Grundstein für ein dauerhaft gesundheitsbewusstes Essverhalten legen.
Im Rahmen des von der EU mitfinanzierten Schulobstprogramms wird deutschlandweit jedes siebte Kind mit Früchten und Gemüse versorgt. Bislang beteiligen sich 7 der 16 Bundesländer. Das Bundeslandwirtschaftsministerium zog am Dienstag eine positive Bilanz des seit einem Jahr laufenden Programms.
Das Programm werde derzeit an 2.700 Einrichtungen umgesetzt, die 460.000 Kinder betreuten. Damit werden nach Angaben des Ministeriums 10 bis 15 Prozent der Kinder erreicht. Für Deutschland stellt die EU 12,5 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Neben Bayern nehmen Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, das Saarland, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt teil. Als Grund für ihre Zurückhaltung nennen die anderen Länder die Kosten für die Kofinanzierung und den bürokratischen Aufwand.
dapd
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