18.01.2011, 11:00 Uhr | DAPD
Mainz (dapd-rps). Rheinland-pfälzische Finanzämter haben im vergangenen Jahr 106 Millionen Euro mehr durch Selbstanzeigen von Steuerhinterziehern eingenommen. "Viel mehr Steuerhinterzieher mit Auslandskonten als sonst haben reinen Tisch gemacht", sagte Finanzminister Carsten Kühl (SPD) am Dienstag in Mainz.
Laut Ministerium ist die höchste Summe mit insgesamt 35 Millionen Euro bei der Steuerfahndungsstelle des Finanzamts Mainz-Süd eingegangen. Im Fahndungsbezirk Koblenz waren es knapp 30 Millionen Euro, in Neustadt 21 Millionen Euro, in Kaiserslautern zwölf Millionen Euro und in Trier acht Millionen Euro.
Den Angaben zufolge gab es im vergangenen Jahr 2.693 Selbstanzeigen, 2009 waren es lediglich 303. "Auslöser der Selbstanzeigen war oft die Angst, der Fiskus habe über Daten-CDs Infos über Konten in der Schweiz erhalten", erklärte Kühl. Rheinland-Pfalz würde auch künftig den Ankauf eines möglicherweise angebotenen Datenträgers "vorurteilsfrei prüfen".
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