24.02.2011, 13:27 Uhr | dapd
Potsdam (dapd-lbg). Die Autohändler in Brandenburg haben im vergangenen Jahr Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Wie das Amt für Statistik am Donnerstag in Potsdam mitteilte, sanken die Erlöse real - also unter Berücksichtigung der allgemeinen Preisentwicklung - um 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Der Präsident des Landesverbandes Berlin-Brandenburg im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe, Hans-Peter Lange, führte dies auf die Nachwirkungen der sogenannten Abwrackprämie zurück. Autobesitzer hatten die staatliche Prämie im Jahr 2009 erhalten, wenn sie ihr altes Auto stilllegten und dafür einen Neu- oder Jahreswagen kauften. "2009 war deshalb ein Jahr der Sonderkonjunktur, das wir aus der Statistik streichen müssen", sagte Lange auf Nachfrage.
In Brandenburg wirke sich aber allgemein die schrumpfende Einwohnerzahl und die alternde Gesellschaft negativ auf die Zahl der Autokäufe aus. Im vergangenen Jahr wurden in Brandenburg nach Angaben des Verbandes 59.000 Autos neu zugelassen und damit 35 Prozent weniger als im Vorjahr - dies sei der schlechteste Wert aller Bundesländer.
Dagegen stieg der Umsatz in den Werkstätten laut Statistikamt um real 2,5 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten nahm im Brandenburger Kraftfahrzeuggewerbe um 1,0 Prozent zu. In den Betrieben arbeiteten den Angaben zufolge sowohl mehr Vollzeit- als auch Teilzeitkräfte.
Lange sprach aber auch von leeren Werkstätten infolge der Abwrackprämie. Durch die Prämie seien nun viel mehr neue Autos auf den Straßen unterwegs, die weniger reparaturanfällig seien.
dapd
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