09.09.2010, 14:03 Uhr | DDP
Schwerin (dapd-nrd). In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben der Wasserschutzpolizei in diesem Sommer 17 Menschen bei Bade- und Sportbootunfällen ums Leben gekommen, zwei mehr als ein Jahr zuvor. Darüber hinaus seien sechs weitere Personen zum Beispiel in Hafenanlagen oder Löschteichen ertrunken, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dapd. Auffällig sei, dass immer häufiger ältere Menschen beim Baden Herzinfarkte erlebten oder ihre Kräfte falsch einschätzten und ums Leben kämen.
Allein am Strand von Warnemünde starben in diesem Sommer drei Menschen. Neben zwei herzkranken Senioren ertrank auch ein junger Mann aus Pakistan, der nicht schwimmen konnte.
Insgesamt sorgten in der Badesaison, die am kommenden Mittwoch (15.9.) offiziell zu Ende geht, etwa 2400 Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der DRK-Wasserwacht für Sicherheit an 111 Einsatzorten. Pro Tag waren im Durchschnitt mehr als 300 freiwillige Helfer im Einsatz. "Unsere Helfer bewahrten in diesem Sommer 138 Menschen vor dem Ertrinken", sagte Wasserwacht-Einsatzleiter Thomas Powasserat. In 194 Fällen wurden Notärzte oder Rettungsdienste hinzugezogen. Eine besonders spektakuläre Rettung gelang Rettungsschwimmern am Juli am Strand von Nienhagen. "An diesem Tag bargen wir fünf Kinder, die trotz Badeverbots bei Windstärke 6 in die gefährliche Strömung an Buhnen geraten waren. Ohne das Eingreifen der Einsatzkräfte wäre dieser Badetag höchstwahrscheinlich sehr tragisch ausgegangen", sagte Powasserat.
dapd
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