22.02.2012, 16:14 Uhr | dapd
Christian Ude scheint beim Politischen Aschermittwoch der SPD fast allgegenwärtig. Selbst von einem Bierdeckel grinst das Konterfei des SPD-Spitzenkandidaten zur Landtagswahl 2013. "Ude, der kann’s", steht darauf geschrieben. Als der Münchner Oberbürgermeister zusammen mit SPD-Chef Sigmar Gabriel einmarschiert, schallen "Ude-Ude"-Sprechchöre durch das Festzelt von Vilshofen. Genossen schwenken SPD-Fähnchen, recken Transparente mit Aufschriften wie "Ude for President" in die Höhe. Der 64-Jährige strahlt, winkt, schüttelt Hände.
"Die SPD wird alles daran setzen, die erdrückende Übermacht der CSU nach sage und schreibe 55 Jahren Vorherrschaft in Bayern zu beenden", kündigt Ude auf der Bühne an. Die CSU solle ruhig behaupten, dass die SPD keine Chance habe. "Denn das ist genau diese Arroganz der Macht, die die Menschen in diesem Lande satthaben."
Erstmals seit Jahrzehnten ist für die SPD die Macht zum Greifen nahe. Und noch nie kamen so viele Besucher zum Politischen Aschermittwoch der SPD. Mehr als 3.500 strömten zur Ude-Show nach Vilshofen, SPD-Landeschef Florian Pronold ließ extra ein größeres Zelt als sonst aufstellen.
Mit einem Ausflug in die bayerische Geschichte streichelt Ude die von der langen Oppositionsarbeit gebeutelte Seele vieler SPD-Politiker: "In Bayern gibt es nur eine Partei, die 120 Jahre alt ist: Das ist die Sozialdemokratie." Und: "Wir sollten endlich mit erhobenen Haupt durch die Säulengänge des Freistaats wandeln, die wichtigsten Beiträge kamen von Sozialdemokraten."
Bei Attacken auf CSU-Chef und Ministerpräsident Horst Seehofer verzichtet Ude wie angekündigt auf den Holzhammer, vielmehr setzt er hier und da ein paar gezielte Sticheleien. Unheimlich viele Gemeinsamkeiten habe er mit Seehofer, sagt Ude. "Ich habe nur zwei Jahre Lebenserfahrung mehr. Und ich finde, das merkt man auch." Unter der Führung von Franz Josef Strauß sei die CSU noch im Weißen Haus und im Kreml ernst genommen worden, "heute reicht ihre Reichweite nur noch aus, um das Münchner Rathaus zu beschießen".
SPD-Chef Gabriel ist bei seinen Angriffen schon direkter. "Der hat sie doch nicht alle", sagt Gabriel an einer Stelle über Seehofer. Dass sich Seehofer wegen seiner Funktion als amtierendes Staatsoberhaupt zurückhalten wolle, "glaubt doch kein Mensch - der scheut die Auseinandersetzung mit Christian Ude".
Gabriel fordert die Ablösung der Regierungen in Bayern und im Bund. "Bayern muss wieder den Bayern gehören und nicht der CSU." Unter den Koalitionären in Berlin herrsche "gärendes Misstrauen". "Es wird Zeit, dass wir einen neuen Bundeskanzler oder eine neue Bundeskanzlerin bekommen."
Ferner geißelt Gabriel das Verhalten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Finanzkrise: Merkel wolle das Vertrauen der Märkte wiedergewinnen. Dabei müsse die Politik "das Vertrauen der Menschen in unserem Land wiedergewinnen". Notwendig sei keine "marktkonforme Demokratie", sondern ein "demokratiekonformer Markt". Gabriel fordert, Finanzgeschäfte zu besteuern. "Die Verursacher müssen endlich für die Krise zahlen."
dapd
Robin`s Nest schrieb:
am 22. Februar 2012 um 18:15:07
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Sozialdemokraten
Sollte es der Wunsch der Bayern sein, z.B. den wirtschaftlichen Erfolgsweg
zu verlassen, das Bildungsniveau von NRW
anzustreben, dann macht euer
Kreuz bei der SPD. Diese Partei ist bekannt für ihre Versprechungen, die
dannn nach der Wahl nicht gehalten werden. Uhde ist ein netter Bursche,
aber er dient der SPD nur als Bauernfänger. Die Personaldecke der SPD
ist vor allem in Bayern so dünn, dass einem Angst und Bange wird.
Vielleicht als kleiner Koalitionspartner denkbar.
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Monika schrieb:
am 22. Februar 2012 um 17:55:15
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Bayern ist in allen Punkten Meister, dank CSU. Die werteorientierte CSU-Politik mit vielen intelligenten und attraktiven Frauen macht Bayern stark.
Nicht grundlos ist Bayern in allen Punkten Meister. Bayern ist Technologiestandort 1. Ranges mit dem Columbus Weltraumkontrollzentrum und dem Franz-Josef-Strauß Flughafen.Die CSU ist der Garant für die niedrigste Arbeitslosenzahl.Die Bevölkerung steht aktiv hinter ihrer Polizei.Das bayer. Bildungssystem ist das Beste(siehe PISA).Seehofer ist ein Mann des Volkes.In Bayern herrscht eine soziale Leistungsgemeinschaft.Die Zukunft unserer Kinder
heißt CSU.
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Mehmed schrieb:
am 22. Februar 2012 um 17:26:36
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Ude schadet Bayern. Der Beweis liegt auf der Hand, weil Rotgrün in der ganzen Bundesrepublik (+Resteuropa) keine Ahnung vom Wirtschaften hat: Ude redet über nichts, weil er sich da am besten auskennt.
Ude hat nur 1 Stimme:Damit kann er ein SPD-Grüne Durcheinander, wie in BaWü, niemals verhindern.Nicht Ude bestimmt, sondern die rot/grünen Ch…im Hintergrund, so wie in BaWü. Sofort nach der Wahl wäre es aus mit Versprechungen (Flugplatz, S21-BaWü).Die SPD würde von den Grünen aus Machtgeilheit "verbogen". Ude macht die Links-Allianz aus SPDGrüneDieLinkesog.FreieWähler gegen die CSU nicht besser. Der
bayerische Wähler lässt sich den Wohlstand nicht zerstören.
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